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Junghunde-Ausbildung

Was geht im Junghund vor?
Mit der 17. Lebenswoche wird aus dem Welpen ein Junghund. Es beginnt eine höchst anspruchsvolle Lebensphase des Hundes, die mit etwa 12 Monaten endet.

Im Wolfsrudel ist die Zeit vom 5. bis 7. Monat die Phase, in der die jungen Hunde intensiv ihren Platz im Rudel suchen. In dieser Phase sind die Hunde besonders unterordnungsbereit.  Es gibt dem Hund Sicherheit, Mitglied einer Gemeinschaft zu sein und seine Stellung innerhalb dieser zu kennen. Jede Beschäftigung, welche dieses Gefühl unterstützt, stärkt das Selbstbewusstsein des Jungtieres und fördert die charakterliche Entwicklung.

Der Hundehalter als Rudelführer seines Hundes wird in dieser Zeit von seinem Junghund auf Herz und Nieren geprüft, ob er der Führungsaufgabe gewachsen ist. Für Hundehalter und Junghund ist es ein höchst anspruchsvoller Zeitraum, in dem Fehler unweigerlich zu Verhaltensstörungen führen.

Nicht genug mit der Suche des Hundes nach Rangordnung, setzt im 7. Lebensmonat die hündische Pubertät ein. War bis anhin sehr viel Bereitschaft zu Unterordnung beim Junghund spürbar, so scheint diese jetzt plötzlich verloren zu sein. Mit selbstbewussten Junghunden sind nun Machtkämpfe zu erwarten.

Es gibt nur ein «Ja» oder ein «Nein». Hunden geht jedes Gefühl für Demokratie ab, beim Hund gilt die Autorität der Hierarchie. Nichts verunsichert einen Junghund mehr als wechselhaftes Verhalten seines Hundeführers.

Junghundegruppe
Neben der weiteren Erziehung und Wesensförderung steht mehr und mehr die Ausbildung des Hundes im Vordergrund. Wobei der Hund alters- und entwicklungsgerecht mit Freude und Motivation ausgebildet wird. Noch immer haben die Hunde viel Gelegenheit zum Spielen.

Doch die Junghundeschule ist verstärkt auf alltägliche Situationen ausgerichtet, womit eine realitätsbezogene Ausbildung erreicht werden soll. Es wird nicht mehr ausschliesslich auf einem abgeschirmten Hundeplatz geübt, sondern der Hundetrainer führt die Gruppe in die Stadt, übt Verhalten im Strassenverkehr, Begegnungen mit anderen Hunden, Menschen und anderen Tieren.

Verschiedene Stufen der Ausbildung
Zunächst geht es um den Aufbau eines Grundgehorsams. Die Leinenführigkeit wird vertieft. Kommandos wie «Sitz», «Platz»  und das Abrufen des Hundes werden geübt. Auch das ruhige Warten. Was zunächst ohne Ablenkung geschieht, wird in einer weiteren Stufe mit Ablenkung trainiert.
Denn es wird selten geschehen, dass ein Hundehalter seinen Hund abrufen kann, ohne dass es Ablenkungen durch andere Menschen, Verkehr oder Tiere gibt.

Auch das Suchen und Bringen von Gegenständen wird gelernt. Der Hund muss Zeit und Gelegenheit haben, sich mit seiner Umwelt und allen im Zusammenleben mit dem Menschen verbundenen Problemen vertraut zu machen.

Bei Einsetzen der Pubertät sollte das Verhältnis zwischen Halter und Hund so gefestigt sein, dass der Hund auf praktisch jede beliebige Aufgabe vorbereitet werden kann. Sei dies als Sozialpartner für den Menschen, als Partner für sportliche Betätigungen oder für Spezialausbildungen.

Die passende Junghundegruppe
Selbstverständlich müssen die Hundetrainer in der Junghundegruppe über eine entsprechende Ausbildung verfügen.
Wie in der Welpenspielgruppe ist es sehr sinnvoll, wenn nicht mehr als sechs Hunde von einem Ausbilder betreut werden.
Sehr oft bietet sich die Junghundegruppe im Anschluss an die Welpenspielgruppe innerhalb derselben Hundeschule an.
Auch hier gilt für den Hundehalter: Werbeunterlagen sind geduldig, praktisches Schnuppern vor Ort ist aussagekräftig.

Junghundegruppe als pdf zum download und Ausdruck